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Wissenswertes zu Altbausanierung
Bei einer Altbausanierung wird ein älteres Gebäude technisch und energetisch auf einen zeitgemäßen Stand gebracht, ohne seinen Charakter zu zerstören. Dazu gehören je nach Zustand neue Elektro- und Wasserleitungen, Heizungstausch, Dämmung von Dach, Fassade und Kellerdecke, neue Fenster, Trockenlegung feuchter Wände, Aufarbeitung von Dielen und Türen sowie Grundrissänderungen. Meist arbeiten viele Gewerke zusammen, die von einem Generalunternehmer, Architekten oder dir selbst koordiniert werden.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Achte auf Erfahrung mit historischer Bausubstanz wie Holzbalkendecken, Lehmputz und Bruchsteinmauerwerk, denn moderne Standardlösungen passen dort nicht immer. Vor Beginn sollte geklärt sein, ob Schadstoffe wie Asbest in Bodenplatten, Kleber oder Fassadenplatten verbaut sind. Arbeiten daran dürfen nur Betriebe mit entsprechender Sachkunde nach TRGS 519 ausführen. Bei Denkmalschutz brauchst du eine Genehmigung der Denkmalbehörde. Für die energetische Planung ist ein Energieeffizienz-Experte sinnvoll, der einen individuellen Sanierungsfahrplan erstellen kann.
Was die Kosten bestimmt
- Bauzustand und versteckte Schäden, die oft erst beim Öffnen auftauchen
- Umfang: Teilsanierung einzelner Bereiche oder Kernsanierung
- Schadstoffsanierung und Feuchteschäden
- Anforderungen aus Denkmalschutz und Gebäudeenergiegesetz
Plane bei Altbauten immer einen finanziellen Puffer für Unvorhergesehenes ein. Wie du bei feuchten Wänden vorgehst, steht im Ratgeber Feuchtigkeit beseitigen durch eine Fachfirma.
Vorbereitung
Sammle vorhandene Unterlagen wie Grundrisse, Baujahr und frühere Umbauten. Fotografiere Problemstellen: feuchte Kellerwände, alte Sicherungskästen, Heizung, Fenster. Leg fest, welche Bereiche Priorität haben und ob du während der Arbeiten im Haus wohnen willst. Ein realistischer Zeitplan mit Pufferwochen und eine klare Zuständigkeit für die Bauleitung verhindern, dass einzelne Gewerke aufeinander warten müssen.
Ratgeber zu Altbausanierung
Fragen zu Altbausanierung
In welcher Reihenfolge saniert man einen Altbau?
Üblich ist: zuerst Bestandsaufnahme und Schadstoffprüfung, dann Dach und Feuchteschutz, danach Rohinstallationen für Elektro, Wasser und Heizung, anschließend Fenster, Dämmung und Innenausbau. Fassade und Fenster sollten energetisch aufeinander abgestimmt werden, damit keine Wärmebrücken und Feuchteprobleme entstehen.
Woran erkenne ich, ob Asbest im Haus verbaut ist?
Mit bloßem Auge meist nicht sicher. Verdächtig sind bei Gebäuden, die vor dem Asbestverbot 1993 gebaut oder saniert wurden, etwa Floor-Flex-Platten, schwarzer Kleber, Fassaden- und Dachplatten aus Faserzement oder Nachtspeicheröfen. Eine Materialprobe im Labor bringt Klarheit, bevor gebohrt oder abgerissen wird.
Gibt es Förderung für die Sanierung eines Altbaus?
Für energetische Maßnahmen wie Dämmung, Fenster und Heizungstausch gibt es Bundesförderung über BAFA und KfW, teils mit Bonus, wenn ein individueller Sanierungsfahrplan vorliegt. Programme und Sätze ändern sich. Stelle Anträge immer vor Auftragsvergabe und hole dir Beratung durch einen Energieeffizienz-Experten.
Kann ich während einer Altbausanierung im Haus wohnen?
Bei Teilsanierungen ist das oft möglich, wenn abschnittsweise gearbeitet wird. Bei einer Kernsanierung mit Leitungstausch, Staub und zeitweise fehlendem Wasser oder Strom ist ein Auszug meist sinnvoller. Besprich mit den Betrieben, welche Phasen besonders belastend sind.
Kostet ardda etwas für Auftraggeber?
Nein. Auftrag einstellen, Angebote vergleichen und beauftragen ist für Kunden kostenlos und unverbindlich. Es gibt keine Vermittlungsgebühr.
