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Wissenswertes zu Dachdecker

Ein Dachdecker kümmert sich um alles, was dein Haus nach oben hin dicht hält: Ziegel- und Betondachsteine, Schiefer, Flachdachabdichtungen mit Bitumen oder Kunststoffbahnen, Dachfenster, Dachrinnen und Anschlüsse an Kamin und Gauben. Dazu kommen Dämmung zwischen und auf den Sparren, Sturmschaden-Reparaturen und regelmäßige Dachinspektionen, bei denen lose Ziegel oder poröse Anschlüsse früh auffallen.

Woran du einen guten Dachdeckerbetrieb erkennst

Das Dachdeckerhandwerk ist zulassungspflichtig nach Anlage A der Handwerksordnung. Der Betrieb muss also in der Handwerksrolle eingetragen sein und von einem Meister oder einer gleichwertig qualifizierten Person geführt werden. Frag ruhig nach der Eintragung. Ein seriöser Betrieb schaut sich das Dach an, bevor er einen Preis nennt, und plant Absturzsicherung oder Gerüst von sich aus ein. Vorsicht bei Haustürangeboten nach Unwettern mit Druck auf sofortige Zahlung.

Was den Preis bestimmt

  • Dachneigung, Höhe und Zugänglichkeit (Gerüst, Hubsteiger, Absperrung)
  • Material: Tonziegel, Schiefer oder Flachdachbahn liegen preislich weit auseinander
  • Zustand der Lattung und Unterspannbahn, die oft erst beim Öffnen sichtbar wird
  • Anschlüsse an Kamin, Gauben und Dachfenster

Eine kleine Reparatur ist schnell erledigt, eine komplette Neueindeckung mit Dämmung ist dagegen ein größeres Projekt, dessen Kosten je nach Region und Aufwand stark schwanken. Einen Überblick gibt unser Ratgeber zu Kosten einer Dachreparatur.

So bereitest du den Auftrag vor

Mach Fotos vom Dach aus mehreren Perspektiven, bei Undichtigkeiten auch vom Dachboden oder der feuchten Stelle innen. Notiere Baujahr, ungefähre Dachfläche und Dachform (Satteldach, Walmdach, Flachdach). Gib an, ob es eilt, etwa nach einem Sturm, oder ob die Arbeiten planbar im Frühjahr oder Sommer stattfinden können. Wenn du weißt, wann das Dach zuletzt erneuert wurde, nenne auch das.

Ratgeber zu Dachdecker

Fragen zu Dachdecker

Brauche ich für eine Dachreparatur immer ein Gerüst?

Nicht immer. Einzelne Ziegel lassen sich oft über Leiter, Dachhaken oder einen Hubsteiger tauschen. Sobald aber an der Traufe gearbeitet wird oder größere Flächen betroffen sind, ist ein Gerüst aus Sicherheitsgründen meist Pflicht. Der Dachdecker entscheidet das nach der Besichtigung und sollte es im Angebot als eigene Position ausweisen.

Zahlt die Versicherung einen Sturmschaden am Dach?

Sturmschäden ab einer bestimmten Windstärke deckt in der Regel die Wohngebäudeversicherung. Melde den Schaden zügig, dokumentiere ihn mit Fotos und lass nur das Nötigste sofort sichern, damit kein Folgeschaden entsteht. Die eigentliche Reparatur sprichst du am besten vorher mit der Versicherung ab.

Wann lohnt sich eine Neueindeckung statt einer Reparatur?

Wenn immer wieder an verschiedenen Stellen Feuchtigkeit eindringt, die Ziegel spröde sind oder die Unterspannbahn fehlt, ist Flicken oft nur kurzfristig günstiger. Bei einer Neueindeckung lässt sich zudem die Dämmung verbessern. Ein Dachdecker kann dir nach einer Begehung sagen, wie viel Restlebensdauer dein Dach noch hat.

Zu welcher Jahreszeit sollte ich Dacharbeiten planen?

Größere Arbeiten wie eine Neueindeckung oder Flachdachsanierung laufen am besten zwischen Frühjahr und Herbst, weil Abdichtungen bei Frost und Nässe schlecht verarbeitet werden können. Viele Betriebe sind dann allerdings Monate im Voraus ausgebucht, daher lohnt sich eine frühe Anfrage. Notreparaturen werden ganzjährig erledigt.

Kostet ardda etwas für Auftraggeber?

Nein. Auftrag einstellen, Angebote vergleichen und beauftragen ist für Kunden kostenlos und unverbindlich. Es gibt keine Vermittlungsgebühr.

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