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Gartenpflege: Kosten und Leistungen 2026 im Überblick

Gartenpflege kostet 2026 meist 35 bis 60 Euro pro Stunde. Hier findest du Richtwerte für Rasen, Hecke und Baumschnitt sowie Tipps zu Jahresverträgen und zum Steuerbonus.

09. Oktober 2026 6 Min. Lesezeit ardda Redaktion Kosten & Preise
Gartenpflege: Kosten und Leistungen 2026 im Überblick

Die Kosten für Gartenpflege liegen 2026 meist zwischen 35 und 60 Euro pro Arbeitsstunde inklusive Mehrwertsteuer. Für einzelne Leistungen wie den Heckenschnitt rechnen viele Betriebe auch nach laufendem Meter ab, für regelmäßige Pflege bieten sie Pauschalen oder Jahresverträge an. Was du am Ende zahlst, hängt von Gartengröße, Zustand, Zugänglichkeit und der Menge an Grünschnitt ab.

Dieser Ratgeber zeigt dir, welche Leistungen zur Gartenpflege gehören, mit welchen Preisen du ungefähr rechnen kannst und wie du einen Teil der Kosten über die Steuer zurückholst. Alle Angaben sind Richtwerte, regionale Unterschiede sind deutlich.

Gartenpflege: Kosten und typische Preise

LeistungRichtwertAbrechnung
Allgemeine Gartenpflege35–60 €pro Stunde und Person
Rasen mähen inkl. Kanten0,10–0,40 € pro m² oder nach Stundenje Einsatz
Rasen vertikutieren0,30–0,80 € pro m²je Einsatz
Rasen neu anlegen8–20 € pro m²inkl. Bodenvorbereitung
Hecke schneiden4–10 € pro lfmje nach Höhe und Breite
Obstbaum- oder Formschnitt40–150 € pro Baumje nach Größe
Grünschnitt-Entsorgung15–40 € pro m³ oder pauschalzzgl. Aufwand für Abtransport

Eine schnelle Kostenschätzung für dein Vorhaben bekommst du mit dem Preisrechner. Er nutzt dieselben Spannen und berücksichtigt die Menge, die du eingibst.

Welche Leistungen zur Gartenpflege gehören

Unter Gartenpflege versteht man die laufende Pflege eines bestehenden Gartens. Typisch sind:

  • Rasenpflege: Mähen, Kantenschnitt, Düngen, Vertikutieren, Nachsäen.
  • Gehölzpflege: Hecken schneiden, Sträucher auslichten, Rosen und Stauden zurückschneiden.
  • Beetpflege: Unkraut jäten, Mulchen, Beete winterfest machen.
  • Laub und Saisonarbeiten: Laub entfernen, Gartengeräte und Wasserleitungen auf den Winter vorbereiten.
  • Wege und Flächen: Pflaster und Terrassen von Bewuchs befreien.

Größere Umgestaltungen wie neue Beete, Pflasterflächen oder Zäune gehören dagegen zum Garten- und Landschaftsbau. Dafür sind Betriebe aus dem Bereich Gartenbau die richtige Adresse, die Preise werden dann meist nach Aufmaß kalkuliert.

Rasenpflege: was sie kostet

Rasenmähen ist die häufigste Einzelleistung. Viele Gärtner rechnen bei kleineren Flächen nach Zeit ab, bei größeren Flächen nach Quadratmetern oder mit einer festen Pauschale pro Einsatz. Wichtig für den Preis sind die Zugänglichkeit, ob der Schnitt aufgefangen und entsorgt oder gemulcht wird und wie viele Hindernisse wie Beete, Bäume oder Spielgeräte im Weg stehen.

In der Saison von etwa April bis Oktober wird ein Rasen je nach Wuchs alle ein bis zwei Wochen gemäht. Aufs Jahr gerechnet kommen so schnell 15 bis 25 Einsätze zusammen. Vertikutieren und Düngen fallen ein- bis zweimal im Jahr an.

Hecke schneiden: Preis pro laufendem Meter

Hecken werden häufig nach laufendem Meter abgerechnet, die Spanne liegt meist bei 4 bis 10 Euro pro Meter. Entscheidend sind Höhe, Breite und Heckenart. Eine niedrige Ligusterhecke ist schnell geschnitten, eine drei Meter hohe Thuja- oder Kirschlorbeerhecke braucht Leiter oder Hubsteiger und produziert viel Schnittgut. Für sehr hohe oder lange vernachlässigte Hecken setzen Betriebe oft Stundensätze statt Meterpreisen an.

Beachte das Bundesnaturschutzgesetz: Vom 1. März bis 30. September sind starke Rückschnitte und das Entfernen von Hecken und Gehölzen grundsätzlich verboten. Erlaubt sind in dieser Zeit schonende Form- und Pflegeschnitte. Brütende Vögel dürfen nie gestört werden. Örtliche Baumschutzsatzungen können zusätzliche Regeln enthalten.

Baumschnitt und Baumpflege

Ein Obstbaumschnitt im Garten kostet je nach Größe und Zustand des Baums meist zwischen 40 und 150 Euro. Bei großen Bäumen, schwer zugänglichen Standorten oder Arbeiten in der Krone mit Seilklettertechnik oder Hubsteiger steigen die Kosten deutlich. Baumfällungen werden individuell kalkuliert und können je nach Baumhöhe und Umgebung mehrere hundert bis mehrere tausend Euro kosten.

Für größere Bäume solltest du einen Fachbetrieb für Baumpflege beauftragen. Prüfe vor einer Fällung, ob in deiner Gemeinde eine Baumschutzsatzung gilt. Dann brauchst du unter Umständen eine Genehmigung, auch auf dem eigenen Grundstück.

Grünschnitt entsorgen: oft vergessen

Bei jeder Gartenpflege fällt Schnittgut an. Manche Betriebe nehmen es mit und berechnen die Entsorgung nach Volumen, andere schließen sie in den Stundensatz ein, wieder andere lassen es auf deinem Grundstück. Kläre das unbedingt vorab, denn gerade beim Heckenschnitt kommen schnell mehrere Kubikmeter zusammen.

Alternativen sind die eigene Biotonne, ein Kompost oder die Abgabe beim örtlichen Wertstoffhof, der Grünschnitt oft günstig oder kostenlos annimmt. Wenn der Betrieb die Entsorgung übernimmt, sollte sie im Angebot als eigene Position erscheinen.

Einzelauftrag oder Jahresvertrag?

Für einen einmaligen Frühjahrs- oder Herbstputz reicht ein Einzelauftrag. Wer seinen Garten dauerhaft pflegen lassen möchte, fährt mit einem Jahresvertrag oft besser. Darin werden Leistungen, Intervalle und Preise für die ganze Saison festgelegt, zum Beispiel 20 Rasenschnitte, zwei Heckenschnitte und ein Herbsteinsatz.

  • Sind alle Leistungen mit Häufigkeit konkret beschrieben?
  • Ist geregelt, wie zusätzliche Einsätze abgerechnet werden?
  • Ist die Entsorgung des Grünschnitts enthalten?
  • Wird monatlich, pro Einsatz oder jährlich abgerechnet?
  • Wie lang ist die Laufzeit, und wie kann gekündigt werden?
  • Werden Arbeits- und Materialkosten getrennt ausgewiesen, etwa für Dünger oder Pflanzen?

Ein Jahresvertrag bringt dir Planungssicherheit, und der Betrieb kann seine Touren besser planen. Häufig ist der Preis pro Einsatz dadurch etwas günstiger als bei Einzelaufträgen. Wie du Stundensätze verschiedener Gewerke einordnest, zeigt dir unser Überblick zu den Handwerker-Stundensätzen 2026.

Was den Preis für die Gartenpflege zusätzlich beeinflusst

Zwei Gärten mit gleicher Fläche können sehr unterschiedlich viel kosten. Neben der reinen Größe spielen einige Faktoren eine Rolle, die du bei der Anfrage gleich mitteilen solltest:

  • Zustand: Ein lange nicht gepflegter, verwilderter Garten braucht beim ersten Einsatz deutlich mehr Zeit als ein regelmäßig gepflegter. Rechne beim Ersteinsatz mit einem höheren Aufwand.
  • Zugänglichkeit: Kann der Betrieb mit Fahrzeug und Maschinen direkt an den Garten heran, oder muss alles durch das Haus oder über Treppen getragen werden?
  • Hanglage und Hindernisse: Böschungen, viele Beete, Spielgeräte oder Teiche verlangsamen das Mähen und Schneiden.
  • Anfahrt: Liegt dein Garten weit vom Betriebssitz entfernt, kann eine Anfahrtspauschale hinzukommen. Bei regelmäßigen Einsätzen fällt sie pro Termin an.
  • Saison: Im Frühjahr und im Herbst sind viele Gartenbetriebe ausgelastet. Wer früh plant, hat bessere Chancen auf einen festen Platz in der Tourenplanung.

Hilfreich sind Fotos des Gartens, ungefähre Maße der Rasenfläche und die Länge sowie Höhe der Hecken. So kann ein Betrieb oft schon ohne Besichtigung einen realistischen Preis nennen.

Gartenpflege von der Steuer absetzen (§ 35a EStG)

Laufende Gartenpflege an deinem selbst genutzten Haus oder deiner Wohnung zählt nach aktuell geltender Regel in der Regel zu den haushaltsnahen Dienstleistungen. Davon kannst du 20 Prozent der Arbeitskosten direkt von der Steuerschuld abziehen, höchstens 4.000 Euro pro Jahr für alle haushaltsnahen Dienstleistungen zusammen. Arbeiten wie das Neuanlegen eines Gartens oder Pflasterarbeiten werden dagegen als Handwerkerleistung eingeordnet: Hier gilt ebenfalls 20 Prozent, aber höchstens 1.200 Euro Steuerermäßigung pro Jahr.

Voraussetzungen sind eine Rechnung, auf der die Arbeitskosten getrennt ausgewiesen sind, und eine unbare Zahlung auf das Konto des Betriebs. Barzahlungen werden nicht anerkannt. Material und Pflanzen sind nicht begünstigt, Anfahrt und Maschinenkosten zählen dagegen zu den Arbeitskosten. Ob die Entsorgung des Grünschnitts mit absetzbar ist, hängt davon ab, ob sie als Nebenleistung zur Pflege erbracht wird. Details findest du im Ratgeber zum Steuerbonus nach § 35a.

Dieser Artikel ersetzt keine Steuer- bzw. Rechtsberatung.

So hilft dir ardda

ardda ist ein Marktplatz für Aufträge: Du kannst deinen Auftrag kostenlos einstellen, deinen Garten, die gewünschten Leistungen und den Turnus beschreiben, und passende Betriebe aus deiner Nähe melden sich mit Angeboten. Passende Fachleute findest du außerdem über die Seite für Gärtner.

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Häufige Fragen

Wie oft sollte ein Gärtner zur Pflege kommen?

Das hängt vom Garten ab. Für Rasenflächen ist in der Wachstumsphase ein Einsatz alle ein bis zwei Wochen üblich. Hecken werden meist ein- bis zweimal im Jahr geschnitten, Beete brauchen je nach Bepflanzung alle paar Wochen Aufmerksamkeit. Viele Gartenbesitzer kombinieren regelmäßige Rasenpflege mit zwei größeren Einsätzen im Frühjahr und im Herbst.

Muss ich für den Gärtner Gartengeräte bereitstellen?

In der Regel nicht. Professionelle Betriebe bringen eigene Rasenmäher, Heckenscheren und Werkzeuge mit, die Maschinenkosten sind im Stundensatz oder in der Pauschale enthalten. Manche Anbieter, besonders Einzelpersonen auf Minijob-Basis, arbeiten aber mit den Geräten des Kunden. Kläre das vorab und achte darauf, dass deine Geräte sicher und funktionsfähig sind.

Kann ich einen Gartenhelfer als Minijobber beschäftigen?

Ja, das ist möglich. Für Minijobs im Privathaushalt gibt es das Haushaltsscheckverfahren der Minijob-Zentrale mit vergleichsweise geringen Abgaben. Du musst mindestens den Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde zahlen, und die Verdienstgrenze liegt 2026 bei 603 Euro im Monat. Steuerlich kannst du 20 Prozent der Kosten, höchstens 510 Euro pro Jahr, geltend machen.

Was ist, wenn der Gärtner beim Arbeiten etwas beschädigt?

Seriöse Gartenbetriebe haben eine Betriebshaftpflichtversicherung, die Schäden etwa an Fenstern, Fahrzeugen oder Zäunen abdeckt. Frag vor Auftragsvergabe danach. Dokumentiere den Schaden mit Fotos und melde ihn zeitnah. Bei Privatpersonen ohne Gewerbe fehlt oft eine solche Absicherung, dann kann die eigene Haftpflicht oder Hausratversicherung des Helfers relevant sein.

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